Ü-30 Antifa aus Leipzig

Demo für einen emanzipatorischen 8. März!


Kommt zur Demo um 15 Uhr am Grassi Museum!

Nicht ich muss mich schämen, sondern sie! Ein Satz, mit dem sich Gisèle Pelicot für ein öffentliches Verfahren eingesetzt hat. Sie will, dass sich Täter nicht länger verstecken können. Die Scham soll die Seite wechseln, von ihr zu denen, die verantwortlich sind. Lasst uns am 8. März die Scham in Wut und Widerstand verwandeln. Wir werden gemeinsam auf die Straße gehen, gemeinsam laut sein und gemeinsam feiern.

Patriarchale Strukturen sind in unsere Leben eingeschrieben. Sie formen unseren Alltag und das zum Nachteil von Frauen, ob trans oder cis, von nichtbinären und queeren Menschen. Alltagssexismus, misogyne Einstellungen, gesetzliche Diskriminierung, finanzielle Ungerechtigkeit, Einschränkung der körperlichen Selbstbestimmung bis hin zu physicher Gewalt – you name it.

Hinzu kommt ein Erstarken von konservativen und rechten Kräften, denen wir entschlossen entgegentreten! Mit Friedrich Merz will jemand Kanzler werden, der im Bundestag gegen die Bestrafung von Vergewaltigung in der Ehe gestimmt hat. Doch wir sind selbstständige Subjekte, unsere Körper gehören uns alleine. Wer unsere Rechte einschränken will, muss mit Widerstand rechnen.

Der Schutz vor Gewalt muss noch immer erkämpft werden. So setzten Ende Januar u.a. die Organisatorinnen von Frauenhäusern im Bundestag zwei Initiativen durch, die das Gewaltschutzgesetz zum Vorteil von Frauen und Kindern ergänzen. Aber das reicht noch lange nicht! Nach wie vor gibt es nicht genug Schutzräume für Betroffene von intimpartnerschaftlicher Gewalt, weil der Staat diese nicht ausreichend finanziert. Es gibt nicht genug Präventionsmaßnahmen, denn dafür reicht der politische Wille nicht. Fast jeden zweiten Tag wird in Deutschland eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet. Heterosexuelle Frauen leben statistisch gesehen mit dem größten Risiko, Opfer von Gewalt im eigenen Zuhause zu werden. Das sind gesellschaftliche Zustände, die wir nicht hinnehmen können!

Der 8. März ist auch ein Tag, an dem wir uns mit emanzipatorischen Kämpfen und Bewegungen ausserhalb Deutschlands solidarisch zeigen wollen: Wir sind solidarisch mit den feministischen Bewegungen in Polen, die sich für körperliche Selbstbestimmung und gegen christlich-reaktionäre Geschlechterbilder wehren! Wir wollen uns solidarisch zeigen mit den Kämpfenden der Frauenrevolution im Iran. Wir sind solidarisch mit den Frauen in Argentinien, die unter #NiUnaMenos gegen Femizide kämpfen. Wir äußern unsere Solidarität mit den Frauen und Queers aus der Ukraine, die Opfer eines imperialistischen Angriffskrieges Russlands geworden sind. Wir zeigen uns solidarisch mit allen, die sich gegen islamistische Regime auflehnen. Mit allen, die unter den furchtbaren Bedingungen und Folgen des Kriegs im Sudan leben müssen. Mit den Frauen, deren Rechte von der Taliban in Afghanistan mit Füßen getreten werden. Wir sind solidarisch mit den Betroffenen der sexuellen und antisemitischen Gewalt durch die Hamas des 7. Oktober 2023 und mit den noch immer gefangenen Geiseln.

Wir wissen: Nicht wir müssen uns schämen, sondern sie! Schämen soll sich Merz, der sich nun seit 30 Jahren gegen die Stärkung von Frauenrechten einsetzt. Im letzten Jahr bekämpfte er die Reformation des Paragraphen 218, in der es um die Straffreiheit für Schwangerschaftsabbrüche bis zur 12. Schwangerschaftswoche geht. Schämen muss sich jeder Vergewaltiger! Schämen müssen sich alle, die Frauen zu Objekten ihres Willens degradieren! Schämen müssen sich die, die die erkämpften Rechte von trans Personen wieder abschaffen wollen!

Wir werden die Scham in Wut verwandeln. Am 8. März gehören uns die Straßen. Wir demonstrieren für uns, für die Rechte aller Frauen, Lesben, inter, nicht-binären, agender und trans Personen und gehen gegen jede patriarchale Gewalt auf die Straße! Keine Regierung, keine Religion, keine Tradition und auch kein einzelner Mann darf Frauen, Lesben, inter, nicht-binäre, agender und trans Personen einschränken. Unsere Körper – unsere Entscheidung.

Bündnis emanzipatorischer 8. März

Antifaschistischer Frauenblock Leipzig
apra
fantifa Leipzig
Gruppe Florida
Junges Forum Leipzig
[k]appa – Kommunistische Gruppe Leipzig
#KeineMehr Leipzig
outside the box – Zeitschrift für feministische Gesellschaftskritik
Pro Choice Leipzig
Rassismus Tötet
Utopie & Praxis Leipzig